Welche Vorteile haben eigene Schulbücher?

Eigene Schulbücher kann man sich erarbeiten
Eigene Schulbücher muss man kaufen. Lohnt sich das? In 6 von 16 Bundesländern sind für die Schulbuchbeschaffung prinzipiell die Eltern zuständig. Bis zu einem Drittel des Ladenpreises müssen sie für gemietete Schulbücher zahlen. Die Frage lohnt sich also durchaus. Auch in den anderen Bundesländern, in denen es die Ausleihe gibt, wird fast immer eine Elternbeteiligung in der Form des Kaufs einzelner Schulbücher gefordert. Doch was nutzt die ganze Rechnerei, wenn es ums Lernen geht: Gibt es denn auch pädagogische Argumente für das eigene Schulbuch?

Tatsächlich haben eigene Schulbücher, die der Schüler selbst besitzt, über die er persönlich verfügen kann, die ihm jederzeit zur Hand sind, unbestrittene pädagogische Vorteile. Schulbücher sind die Leitmedien des schulischen Lernens. Gerade in Zeiten grundlegender Bildungsreformen setzen sie die Inhalte der neuen Bildungs- und Kernlehrpläne um, garantieren das Lernen nach neuen Standards und Zielen. Mit ihnen dauerhaft und ohne Rücksicht auf die Ausleihe arbeiten zu können, macht Schulbücher erst zu richtigen „Arbeitsbüchern“, in die man eigene Notizen und Unterstreichungen eintragen kann. Mit der Markierung von Wichtigen gegenüber weniger Wichtigen, eignet sich der Schüler die Lerninhalte selbst an. Etwas, was er bei Ausleihbüchern nur deshalb nicht machen darf, weil der nächste Schüler keine Notizen oder gar Lösungen vorfinden darf.
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