Der Bildungsauftrag

Schulbücher machen, um Schule zu reformieren, wurde schon immer zusammen gedacht:
Bereits im 19. Jahrhundert waren viele Schulbuchverlagsgründer selbst Bildungsreformer. Bildungspolitik heute schätzt die Gestaltungsfähigkeiten des Schulbuchs auf den Unterricht.
Wenn es darum geht, neue Standards und Bildungspläne in den Unterricht zu bringen, dann ist das Schulbuch die erste Adresse. Denn auf das Schulbuch verlassen sich Lehrer wie Schüler.
Deshalb werden sie amtlich zugelassen und in den wichtigen Fächern und Schularten auch geprüft, bevor sie in den Unterricht kommen.

Gerade in Zeiten, in denen internationale Vergleichsstudien wie PISA den deutschen Schülern schlechte Noten ausstellen, kann die Rolle des Schulbuchs nicht überschätzt werden. Denn eines ist klar: Wenn es neue Reformen gibt, dann gibt es neue Schulbücher, die sie umsetzen. Darüber hinaus müssen Schulbücher ausgewogen und politisch korrekt sein, aber auch so auf Veränderungen reagieren, dass sich die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in Schulbüchern wiedererkennen können: eine Gratwanderung, auf die sich Schulbuchmacher immer wieder neu einlassen müssen.